Die Realschule

Der Realschulzweig umfasst die Klassen 7 bis 10 und vermittelt eine über die Hauptschule hinausgehende "erweiterte Allgemeinbildung". Sie stellt die Grundlage einer Berufsausbildung dar oder ermöglicht weiterführende schulische Bildungsgänge. Um beiden Anforderungen gerecht zu werden, wird der Unterricht in der Realschule einerseits durch Anschaulichkeit und Lebensnähe bestimmt, andererseits müssen aber auch theoretisch anspruchsvollere und abstraktere Denkweisen und Methoden entwickelt und erlernt werden.

Neben einem soliden fachlichen Wissen ist der Erwerb methodischer Schlüsselqualifikationen ein wichtiges Ziel der Realschule.

Für alle Schüler des Realschulzweiges ist Englisch als erste Fremdsprache verbindlich (ab Klasse 5). Ab Klasse 7 kann innerhalb des Wahlpflichtunterrichts Französisch als zweite Fremdsprache erlernt werden. Dies ist für Schüler wichtig, die u. U. nach dem Realschulabschluss in die Oberstufe eines Gymnasiums wechseln wollen, um das Abitur zu erlangen.

Um den Schülern einen Einblick in die Berufswelt zu ermöglichen und eine Hilfestellung bei ihrer Berufswahl zu geben, wird in Klasse 9 ein dreiwöchiges Betriebspraktikum durchgeführt.

Der Bildungsgang Realschule schließt seit dem Schuljahr 2003/04 mit einer Abschlussprüfung. Diese umfasst jeweils eine schriftliche Prüfung in Deutsch, Mathematik und der 1. Fremdsprache (Englisch) sowie eine mündliche Prüfung oder eine Hausarbeit mit Präsentation. Die Aufgaben der schriftlichen Prüfung werden hessenweit zentral festgelegt.

Mit dem Realschulabschluss öffnen sich den Schülern folgende weiteren schulischen Bildungsgänge:

- Zweijährige Berufsfachschule, die auf dem mittleren Abschluss aufbaut (Assistentenberufe)
- Fachoberschule (besondere Zulassungskriterien beachten)
- Gymnasiale Oberstufe in einem allgemein bildenden oder beruflichen Gymnasium (Eignung erforderlich).