Projektwoche "Gemeinsam Mensch sein": Lichtbergschule und antonius drehen gemeinsame Kurzfilme
Gemeinsam kreativ sein, Vorurteile abbauen und voneinander lernen: Die Klasse G10 der Lichtbergschule drehte zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Antonius-von-Padua-Schule eigene Kurzfilme. Dabei entstanden nicht nur beeindruckende Filmprojekte, sondern auch wertvolle Begegnungen und neue Perspektiven.
Nach dem gemeinsamen Kennenlerntag Anfang September, bei dem rund 90 Jugendliche mit und ohne Behinderung aus sechs Schulen des Landkreises Fulda bei antonius erstmals zusammenkamen, ist das inklusive Medienprojekt "Gemeinsam Mensch sein" nun in die erste Produktionsphase gestartet. Dahinter steht die Idee, dass die Jugendlichen von heute die Gesellschaft von morgen sind und die Frage, wie sie künftig zusammenleben wollen und was jeden Einzelnen ausmacht, gemeinsam kreativ zu bearbeiten.
Die Klasse G10 der Lichtbergschule Eiterfeld verbrachte dafür vergangene Woche vier intensive Tage gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Antonius-von-Padua-Schule. Den Auftakt bildete ein Kennenlerntag bei antonius in Fulda, an dem die G10 unter Anleitung von Theaterpädagoge Shaggy Schwarz die 19 Kinder der Padua-Schule kennenlernte – inklusive einer Führung durch die Padua-Schule. Besonders die bunte, offene Gestaltung der Räume beeindruckte die Gäste aus Eiterfeld. Umgekehrt zeigten sich auch die Padua-Schüler überrascht und begeistert vom Besuch der Lichtbergschule – ein Schüler wunderte sich etwa darüber, dass es dort "überall Türen" gebe.
Aus diesem gegenseitigen Entdecken der jeweils anderen Schulwelt entstand ein reger Austausch, der nach Einschätzung der begleitenden Lehrkräfte so manches Vorurteil abbaute: Am Ende stand bei vielen G10-Schülerinnen und -Schülern die Erkenntnis, dass der Umgang mit Menschen mit Behinderung ganz normal sein kann. Am Dienstag folgte, ebenfalls auf dem antonius-Gelände, die eigentliche Projektarbeit: In vier gemischten Kleingruppen entwickelten die Jugendlichen unter Anleitung des Fuldaer Videografen Johannes Ruppel erste Ideen für ihre Kurzfilme. Am Mittwoch zog die Gruppe für den Hauptdrehtag an die Lichtbergschule nach Eiterfeld um. Dort wurde in den vier Teams gedreht, bevor am Donnerstag der Schnitt anstand – inklusive abschließender Präsentation der fertigen Filme vor der ganzen Gruppe.
Die Ergebnisse werden 2027 im Rahmen des 125-jährigen Jubiläums der antonius Bürgerstiftung öffentlich gezeigt. Für viele Beteiligte war die Woche eine prägende Erfahrung: In der abschließenden Feedbackrunde brachte es eine Schülerin auf den Punkt, sie habe in dieser Woche sehr viel fürs Leben gelernt. Ein Fazit, das sich mit dem deckt, was Helena Grün, Lehrerin an der Lichtbergschule, bereits beim Pilottag betonte: Das Projekt richte den Blick auf das, was Menschen verbindet – nicht auf das, was sie trennt.
Einen weiteren Artikel über das Projekt finden Sie bei osthessen-news (siehe externer Link):
Startschuss für großes Medien-Schulprojekt von antonius und Fuldaer Akteuren - Osthessen|News






















