Gemeinsam für den Wald: Klassen F 5c und G 7 pflanzen Elsbeeren am Plätzer
Mitte März, an einem sonnigen Tag, machte sich die Klasse F 5c am Vormittag mit ihrer Lehrerin Frau Spiegel und die Klasse G 7 am Nachmittag nach einem gemeinsamen Mittagessen mit Frau Gatterdam auf den Weg in den Wald am Plätzer. Begleitet wurden sie von Mitarbeiterinnen von HessenForst sowie einem Schülerpraktikanten, den viele Schülerinnen und Schüler bereits aus der Lichtbergschule kannten. Schon auf dem Weg begrüßte ein klopfender Specht die Gruppe – ein hörbarer Vorbote des nahenden Frühlings.
Warum neue Bäume nötig sind
Der ausgewählte Standort war früher mit Fichten bestanden. Doch der Klimawandel und der Borkenkäfer haben dieser Baumart stark zugesetzt. Fichten gelten inzwischen vielerorts als nicht mehr zeitgemäß für solche Standorte, da sie Hitze und Trockenheit schlecht vertragen.
Die Försterin Frau Kahmann erklärte den Schülerinnen und Schülern daher, warum sie sich bewusst für die Elsbeere entschieden hat: Sie ist robust, kommt gut mit dem Standort zurecht und wächst zwar langsam, liefert aber ein besonders wertvolles Holz. Dieses wird unter anderem für hochwertige Möbel, Musikinstrumente, Drechselarbeiten und im Innenausbau genutzt.
So wird richtig gepflanzt
Auf einer sonnigen Lichtung lernten die Kinder Schritt für Schritt, wie ein junger Baum optimal gesetzt wird, damit er die besten Startbedingungen erhält:
Zuerst wurde die Oberfläche von Ästen, Laub und Moos befreit.
Dann gruben die Schülerinnen und Schüler ein ausreichend tiefes Pflanzloch, damit die kräftigen Wurzeln unbeschadet Platz finden.
Der Erdaushub wurde anschließend wieder sorgfältig eingefüllt und leicht angedrückt.
Zum Schluss deckten sie die Pflanzstelle mit Moos ab, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten und ein Austrocknen zu verhindern.
Mit viel Einsatz und sichtbarer Freude setzten die Kinder Baum für Baum in die Erde.
Nachhaltiger Schutz für junge Bäume
Jede Elsbeere erhielt einen Einzelschutz, der verhindern soll, dass Rehe die jungen Triebe abfressen. Während solche Schutzhüllen früher aus Kunststoff bestanden, setzt HessenForst inzwischen auf Modelle aus überwiegend recycelter Pappe – biologisch abbaubar und deutlich umweltfreundlicher.
Der Zusammenbau war gar nicht so einfach und erforderte Geschick und Geduld, doch am Ende standen alle Schutzhüllen stabil und bereit, die jungen Bäume zu begleiten.
Ein Beitrag für die Zukunft
Die Pflanzaktion war nicht nur ein praktischer Ausflug, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Waldentwicklung. Die Schülerinnen und Schüler erlebten hautnah, wie viel Arbeit und Wissen in der Wiederbewaldung steckt. Gleichzeitig leisteten sie einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zur Erhaltung eines vielfältigen, widerstandsfähigen Waldes – ein Engagement, das weit über den Schultag hinaus Bedeutung hat.
Ein herzliches Dankeschön
Die Schulgemeinschaft bedankt sich herzlich bei HessenForst für den lehrreichen Tag, die fachkundige Begleitung und die Möglichkeit, aktiv an der Zukunft unseres Waldes mitzuwirken.
